Die Neurologie

Die Neurologie gilt bei Studenten und Ärzten als ein sehr kompliziertes medizinisches Fachgebiet und ist auch für die Patienten oft schwer verständlich.
Um die die Krankheitszeichen (Symptome) zu erkennen und richtige Diagnose zu stellen, muss man die komplexe Funktionsweise des Gehirns und des Nervensystems kennen und verstehen. Dazu kommen viele seltene Krankheitsbilder, die bei den Überlegungen nicht vergessen werden dürfen.
Wichtig sind hier neben grundlegenden Kenntisse der Anatomie und Physiologie eine breite klinische Erfahrung und die Einbeziehung von Ergebnissen der medizinischen Forschung.

Die Neurologie beschäftigt sich mit Erkrankungen, die durch Fehlsteuerungen oder Funktionsausfälle des Gehirns, des Rückenmarks, der Sinnesorgane, der peripheren Nerven oder der Muskulatur entstehen. Diese können sich auf vielfältige und oft sehr unterschiedliche Art äußern.

Bis vor wenigen Jahrzehnten galt die Neurologie als ein Fachgebiet mit vielen komplizierten Untersuchungemethoden, die genaue Diagnosen ermöglichten, allerdings ohne entsprechend wirksame Behandlungsmöglichkeiten für die einzelnen Krankheitsbilder. Dies hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert und viele neurologische Erkrankungen kann man heute heilen, zum Stillstand bringen oder zumindest im Verlauf günstig beeinflußen.

Entscheidende Verbesserungen gibt es z.B. bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten, bei der Behandlung der Parkinsonkrankheit, der medikamentösen Behandlung von Anfallsleiden (Epilepsien) oder der Multiplen Sklerose.
Für viele degenerative Erkrankungen des Nervensystems oder für Muskelerkrankungen sieht es heute leider noch ungünstig aus und man hofft weiter auf einen Durchbruch in Wissenschaft und Forschung.