Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

Das Sozialgesetzbuch schreibt die Einführung und Weiterentwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements für niedergelassene Ärzte verbindlich vor.

Ziele des Qualitätsmanagements :
Die eigene Arbeitskraft gezielt einzusetzen und wieder Zeit für das eigentlich Wichtige - die Versorgung der Patienten - zu haben, ist das Ziel von Qualitätsmanagement. Dabei geht es nicht um neue Vorschriften und noch mehr bürokratischen Ballast, sondern um die strukturierte Planung und Organisation von Arbeitsabläufen.
Risiken frühzeitig erkennen, Probleme gar nicht erst entstehen lassen, Einzeltätigkeiten präzise definieren, zusammenhängende Prozesse optimal steuern - und dies systematisiert über alle Bereiche der Praxis: das ist der Weg zu entlastetem Personal, effizientem Workflow, mehr Zeit für den Patienten und Spaß an der Arbeit.

Bedeutung des Qualitätsmanagements:
Während die Qualitätssicherung auf ein überprüfbares Niveau einzelner Leistungen ausgerichtet ist, stellt das Qualitätsmanagement die Summe aller qualitätsrelevanten Zielsetzungen und Maßnahmen zur Verbesserung von Arbeitsabläufen dar. QM deckt also einen erheblich breiteren Rahmen der Praxisorganisation ab, als dies einzelne Qualitätssicherungs-Maßnahmen können. Wesentlich dabei ist, dass es sich bei QM nicht um ein abstraktes Regelwerk handelt. Die QM-Regeln werden von jedem Praxisteam selbst festgelegt.
Gemeinsam alle Bereiche der Praxis nach Verbesserungsmöglichkeiten zu durchleuchten, ist der Anfang zur Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems, dessen Aufgabe darin besteht, sicherzustellen, dass die Ausführung aller Maßnahmen in der Praxis so erfolgt, wie sie geplant wurden.
An zweiter Stelle steht dann die Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen mit eindeutiger Aufgabenverteilung und präzisem Zeitplan.
Der dritte Schritt beinhaltet die regelmäßige Überprüfung des Erreichten an den selbst gesteckten Zielen und der vierte schließlich die kontinuierliche strategische Weiterentwicklung.
( Quelle: www.kbv.de )